„Es begab sich aber zu der Zeit...“ – Zwei Schauspieler (und Sänger) lesen die altbekannten Stellen aus dem Lukas- und Matthäusevangelium, die wohl berühmteste Geschichte der Welt.
Und wer hört sie nicht gern, diese wunderschönen Zeilen, die uns jedes Jahr wieder gefangen nehmen?
Doch plötzlich geschieht etwas Unerwartetes: Die Protagonisten melden sich persönlich zu Wort - und ihre Äußerungen sind nicht ganz das, was wir erwartet haben.
Denn Gabriel, der Engel des Herrn, ist alles andere als begeistert über diese unscheinbare Hütte, in der er die Ankunft des Herrn verkünden soll. Und Maria, diese junge unverheiratete Frau, hat sich ihre Zukunft wahrlich nicht mit einem unehelichen Kind ausgemalt. Auch die Hirten bekommen einen gehörigen Schrecken, als sie nachts vom Heer der Engel „überfallen“ werden, um nur einige der Reaktionen zu nennen, die uns aus unseren Alltagssituationen durchaus bekannt vorkommen und nicht selten ein Schmunzeln hervorrufen.
Eigentlich ein Wunder, dass unter diesen merkwürdigen Umständen, bei all diesen Bedenken, bei all dieser Menschlichkeit, die Geburt Jesu Christi ihren Lauf nimmt. Und das ist es in der Tat, was den Beteiligten nach und nach klar wird: Hier findet ein Wunder statt! Trotz Ängsten, Eitelkeiten und falschen Erwartungen – bei jeder einzelnen der Hauptpersonen breitet sich nach und nach wahres Gottvertrauen aus, ein tiefes Gefühl der Sicherheit und vor allem eines: Freude! Und so kehren wir immer wieder zurück zur Basis, zum Lauf der Geschichte, die nun von den Zuhörern plötzlich ganz anders gehört und verstanden wird. Und so entfaltet sich nicht nur das Wort, sondern auch das Gefühl dazu: Freude!